Landwirtschaft bedeutet für uns Verantwortung. Deshalb haben wir uns im Jahr 2001 entschieden, den gesamten Betrieb auf die biologisch-dynamische Anbauweise umzustellen.
Das bedeutet an vielen Stellen mehr und besonders sorgfältige Handarbeit. Doch für uns ist ein Apfel mehr als die Summe seiner Inhaltsstoffe. Uns sind die Bedingungen wichtig, unter denen er gewachsen ist. Unsere Arbeitsweise orientiert sich an den Vorgaben der biologisch-dynamischen Landwirtschaft. Das Ergebnis sind Lebensmittel, hinter denen wir zu 100 % stehen können.
Der Schwerpunkt unserer täglichen Arbeit liegt auf der Pflege unserer knapp 20.000 Apfelbäume mit über 15 verschiedenen Sorten. Außerdem bauen wir Birnen, Pflaumen sowie Pfirsiche an. Unsere Demeter-Plantagen in Meckenheim sind alles andere als Monokulturen.
In unseren Plantagen befinden sich 200.000 Wildbienenkokons. Sie übernehmen eine wichtige Funktion bei der Bestäubung unserer Obstbäume. Wir fördern gezielt die Ansiedlung heimischer Nützlinge, die als natürliche Gegenspieler zu Schädlingen fungieren. Mit Blühstreifen in unseren Obstanlagen sowie Insekten- und Wildbienenhotels schaffen wir zusätzliche Strukturen für Nützlinge und Wildbienen.
In unserer Demeter Landwirtschaft verwenden wir keine synthetischen Düngemittel und Pestizide, keine Antibiotika und Hormone, keine Herbizide und GVO (genetisch veränderte Organismen). Durch eine mehrjährige Fruchtfolge, sinnvolle Zwischenfrüchte, Untersaaten und eine schonende Bodenbearbeitung fördern wir die Bodenfruchtbarkeit.
Wir behandeln unsere Böden und Pflanzen regelmäßig mit den für Demeter vorgegebenen biologisch-dynamischen Präparaten. Dazu gehören unter anderem Kräuter- und Kompostpräparate.
Wir sind Teil einer Futter-Mist-Kooperation, d. h. wir bauen nährstoffreiches Futter für viehhaltende Betriebe und erhalten im Gegenzug organischen Dünger von diesen Betrieben.
Um Schädlinge in Schach zu halten, fördern wir ihre natürlichen Gegenspieler:
Nützlingsförderung: Wir schaffen Lebensraum für Marienkäfer, Schlupfwespe und Co, die z.B. die Blattläuse vertilgen. Eine abwechslungsreiche Fruchtfolge und der Anbau von Klee und anderen Leguminosen sind Bestandteil unserer mehrjährigen Fruchtfolge und Bodenbewirtschaftung.
Mechanische Pflege: Synthetische Unkrautvernichter gibt es bei uns nicht. Wir investieren viel Zeit, um Gräser und Kräuter unter den Bäumen mechanisch mit der Hackmaschine oder ganz klassisch von Hand zu jäten.
Pheromon-Verwirrung: Wir nutzen Duftstoffe, um die Vermehrung von Schädlingen wie dem Apfelwickler einzudämmen, ohne andere Insekten zu beeinträchtigen.
Um die Apfelblüte und folglich die gesamte Ernte bei frostigen Temperaturen zu schützen und vor dem Erfrieren zu retten, haben wir vor ein paar Jahren unser Frostschutzbecken gebaut. Dort wird Wasser für die Frostschutzberegnung aufgefangen, was bei Frost kontinuierlich auf die Apfelbäume gesprüht wird. Dadurch bildet sich ein Eispanzer um die Blüten und sorgt dafür, dass diese überleben.
In Deutschland gibt es etwa 20 unabhängige Kontrollstellen, die die Einhaltung der EU-Verordnung 2018/848 kontrollieren. Diese werden wiederum von den Ministerien der Länder kontrolliert. Uns kontrolliert mindestens einmal im Jahr ein Kontrolleur des „Kontrollvereins ökologischer Landbau“ aus Karlsruhe und prüft unsere Unterlagen, die Lagerhaltung, den Zu- und Verkauf, unsere Flächen und alles was mit dem Bioanbau zusammenhängt. Neben dieser angemeldeten Kontrolle erfolgen stichprobenartig in etwa 10% aller Betriebe weitere unangemeldete Kontrollen.
Zertifiziert gemäß Verordnung (EU) 2018/848 durch die Kontrollstelle DE-ÖKO-022
Obstplantagen Krämer
Bonner Straße 1
53340 Meckenheim
Hofladen Öffnungszeiten
Mo.–Fr. 9:00–18:30 Uhr
Sa. 8:30–16:00 Uhr
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